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PERSONEN-EINGANGSKONTROLLEN: DER SCHLÜSSEL ZUR EVENT-SICHERHEIT?

Messer, Schlagringe, Scheren und Glasflaschen, dies alles sind Beispiele für Gegenstände, deren Mitnahme auf Veranstaltungs- bzw. Festivalgeländen normalerweise verboten ist. Bei den meisten Events werden darum heutzutage an den Eingängen Leibesvisitationen und Taschenkontrollen durchgeführt. Doch wie effektiv sind diese Kontrollen für die Gewährleistung der Veranstaltungs- und Besuchersicherheit?

Probleme bei der Personen- und Taschenkontrolle

Für Personen- und Eingangskontrollen gibt es mittlerweile eine Vielzahl elektronischer Hilfsmittel wie Hand-Metalldetektoren, Durchgangsdetektoren und Röntgengeräte für Taschen, die jedoch alle auf ihre eigene Art und Weise zu überlisten sind. Dies liegt zum Teil auch an ungeschultem Personal, welches mit den Schwachstellen des jeweiligen Hilfsmittels zumeist nicht ausreichend vertraut ist. Bei verschiedenen Qualitätsaudits konnten wir damit umfangreiche Erfahrungen sammeln, nicht nur bei Festivals, sondern zum Beispiel auch bei Aktionärs-Hauptversammlungen.

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Leibeskontrollen der Besucher durch Abtasten sind in manchen Fällen eine kostengünstige Alternative. Hierbei muss jedoch dringend darauf geachtet werden, dass Veranstaltungsbesucher immer nur vom Sicherheitspersonal gleichen Geschlechts abgetastet werden, alles andere kann schlimmstenfalls zur Anzeige wegen sexueller Belästigung führen. Eine 100%-ige Garantie, dass alle verbotenen Gegenstände durch das herkömmliche Abtasten gefunden werden, gibt es jedoch ebenfalls nicht. Hierfür wäre es notwendig, jeden Veranstaltungsbesucher bis auf die Unterwäsche zu entkleiden und auch sämtliche Körperöffnungen zu kontrollieren. Dies wäre jedoch nicht nur rechtlich und moralisch verwerflich, sondern erscheint auch aus organisatorischer Perspektive nahezu unmöglich.

Ein weiterer Aspekt ist auch die Beschlagnahmung verdächtiger Gegenstände und deren Lagerung. Der Umgang mit Personen (Besuchern, Presse, Künstlern, Mitarbeitern, etc.), die verdächtige Gegenstände mit sich führen, erfordert einerseits Diplomatie und andererseits Durchsetzungsvermögen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Security und Polizei (sofern vor Ort) erfordert eine sehr gute Abstimmung. Wenn mit einer Vielzahl von verdächtigen oder gefährlichen Gegenständen gerechnet werden muss, ist dafür Sorge zu tragen, dass vor Ort geeignete Aufbewahrungsboxen, Tonnen, Räume oder ähnliches vorhanden sind.

Training und Menschenkenntnis

Eine gute Ausbildung und Anleitung des Kontrollpersonals kann in jedem Falle die Effektivität der Kontrollen und damit die Veranstaltungssicherheit deutlich erhöhen. Nicht nur die sachgerechte Verwendung möglicher Hilfsmittel sollte hierbei im Fokus stehen. Auch ein gewisses Maß an Menschenkenntnis und Einschätzungsvermögen sollte zu den Grundkompetenzen eines jeden Sicherheitsmitarbeiters gehören, wofür jedoch oftmals einige Jahre an Erfahrung in der Sicherheitsbranche erforderlich sind.

Es lässt sich also festhalten, dass Eingangskontrollen sicherlich ein unverzichtbare Maßnahme für die Gewährleistung sicherer Veranstaltungen darstellen. Organisatorische Faktoren wie unausgebildetes Personal können die Effektivität dieser Kontrollen jedoch deutlich einschränken und sollten wenn möglich vermieden werden. Hier gilt es für Veranstalter, nicht am falschen Ende zu sparen und zur Gewährleistung der Besuchersicherheit auf gut ausgebildetes, erfahrenes Sicherheitspersonal zu setzen. Der billigste Anbieter ist daher nicht immer auch die erste Wahl.

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