Thema: SICHERHEIT BEI KARNEVALSVERANSTALTUNGEN UND -UMZÜGEN

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Die Sicherheit bei Karnevalsfeiern und Rosenmontagszügen steht dieses Jahr aufgrund der aktuellen Gefährdungslage besonders im Fokus. Erste Karnevalszüge wurden in Nordrhein-Westfalen bereits abgesagt, der Grund hierfür: Fehlende Sicherheitskonzepte! Wann ist ein Sicherheitskonzept für eine Karnevalsveranstaltung erforderlich?

Für Karnevalsveranstaltungen, die unter die Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) fallen ist diese Frage relativ einfach zu beantworten. Gemäß §43, Abs. 1 SBauVO gilt:
„Erfordert es die Art der Veranstaltung, hat der Betreiber ein Sicherheitskonzept aufzustellen und einen Ordnungsdienst einzurichten.“

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Die Notwendigkeit eines Sicherheitskonzepts ist also vom Gefährdungspotenzial abhängig. Zudem muss ohnehin ein Sicherheitskonzept erstellt und ein Ordnungsdienst eingerichtet werden, wenn eine Versammlungsstätte mehr als 5.000 Besucherplätze vorweisen kann oder wenn es von den zuständigen Behörden vorgeschrieben wird. Außerhalb des Geltungsbereichs der Versammlungsstättenverordnung ist die Erforderlichkeit eines Sicherheitskonzepts weniger strikt definiert. Grundsätzlich ist der Betreiber jedoch laut Unfallverhütungsvorschrift (DGUV Vorschrift 1) und Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht für die Sicherheit seiner Veranstaltungsstätte verantwortlich. Auch der Veranstalter hat laut diesen Vorschriften für alle sicherheitsrelevanten Abläufe einer Veranstaltung (wirtschaftlich, technisch und organisatorisch) Sorge zu tragen. Ein Sicherheitskonzept mit Gefährdungsanalyse kann dabei eine wichtige Orientierungs- und Handlungshilfe sein. Wer kann ein Sicherheitskonzept erstellen? Erstellt werden sollte ein Sicherheitskonzept vom Betreiber der Veranstaltungsstätte, bzw. im öffentlichen Raum vom Veranstalter.
Bei der Übertragung dieser Aufgabe an Dritte hat der Betreiber/Veranstalter die Auswahlverantwortung und muss damit gewährleisten, dass die beauftragte Person die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse hat. Formale Qualifikationen im Sicherheitsbereich wie „Fachplaner für Veranstaltungs- oder Besuchersicherheit“ oder „Meister für Veranstaltungstechnik“ können bei der Suche nach einem geeigneten Ersteller behilflich sein. Gerade in der heutigen Zeit erfahren wir ein relativ hohes Gefährdungspotenzial durch Externe, das sowohl Veranstalter als auch Besucher von Karnevalsveranstaltungen verunsichert. Auch wenn eine Veranstaltung niemals zu 100% sicher sein kann, kann die Formulierung und Umsetzung gut durchdachter Sicherheitsmaßnahmen Verunsicherungen und unerwünschte Zwischenfälle bei Karnevalsfeiern minimieren.
Auf eine unbeschwerte und sichere 5. Jahreszeit!
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Kommentare (1)

  • Albert Baeumer

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    Gerade bei Karnevalsumzügen ist jetzt verstärkt auf aktualisierte Sicherheitskonzepte zu achten, die den erhöhten Anforderungen gerecht werden. Mit Blick auf die Ereignisse an Sylvester in Köln und anderen Orten in der Bundesrepublik bin ich der Auffassung, dass viele Karnevalsvereine hier ihre "Zug-Strategie" überdenken und überarbeiten müssen. Die Sicherheit aller Beteiligten und somit die Veranstaltungs- und Besuchersicherheit steht klar im Vordergrund und sollte daher nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

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