VERANSTALTUNGSSICHERHEIT GEWÄHRLEISTEN, VERUNSICHERUNGEN REDUZIEREN

Die Themen Veranstaltungs- und Besuchersicherheit in der Eventbranche waren nie aktueller. Die Angst vor Terroranschlägen ist nicht nur bei Veranstaltern und Sicherheitsbehörden allgegenwärtig, auch Besucher von Veranstaltungen, die sich bisher wenig mit dem Thema Veranstaltungssicherheit auseinandergesetzt haben, sind merklich besorgt. Vor allem nach den jüngsten Anschlägen in Paris und den Terrorwarnungen in Belgien und auch Deutschland stellt sich für viele die Frage, ob der Weihnachtsmarkt- oder Stadionbesuch überhaupt noch sicher ist. Und diese Frage ist nicht ganz unberechtigt. Trotz deutlich erhöhter Sicherheitsmaßnahmen musste am 17.  November 2015 das Länderspiel Deutschland gegen Niederlande abgesagt werden. Dass die Sicherheit der Besucher über die Symbolik des „Wir lassen uns nicht einschüchtern!“ gestellt wurde, war zweifelslos richtig und lobenswert. Jedoch stellt sich die Frage, ob die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen angemessen waren und wie man diese Situation  hätte verhindern können.

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Diese Fragen gilt es gründlich zu evaluieren, denn die Absage eines Großereignisses aufgrund einer akuten Bedrohung schürt  Verunsicherungen und  Ängste in der Bevölkerung. Die erneute Absage einer Veranstaltung aufgrund einer Terrordrohung gilt es daher auch aus psychologischer Sicht zu vermeiden. Wie kann ich als Veranstalter die Sicherheit meiner Veranstaltungen garantieren? Die Antwort ist: Eine 100%-ige Sicherheit wird man nie garantieren können, ebenso wenig wie im Straßenverkehr oder in den eigenen vier Wänden. Nichtsdestotrotz liegt der Schlüssel für sichere Veranstaltungen im Moment ganz klar in der Gefahrenprävention. Mögliche Risiken sollten also bereits in der Planungsphase erkannt und mithilfe geeigneter Sicherheitsmaßnahmen kontrolliert werden. Eine Orientierungs- und Handlungshilfe ist hierbei ein professionelles Sicherheitskonzept. Jeder Veranstalter oder Betreiber einer Veranstaltungs- oder Versammlungsstätte sollte sich daher gerade jetzt die Fragen stellen, ob ein Sicherheitskonzept für seine Veranstaltung sinnvoll ist oder ob es vielleicht irgendwo eine gravierende Lücke im bestehenden Sicherheitskonzept gibt. Sollte es trotz aller Präventionsmaßnahmen zu Störungen im Ablauf eines Events kommen, gilt es, der Entwicklung von Paniken entgegenzuwirken. Die Ereignisse aus Paris zeigen, dass momentan schon eine unbedeutende, aber unerwartete Wahrnehmung wie ein knallender Auspuff der Auslöser für Paniken sein kann. Ebenso kann eine abgestellte oder vergessene Tasche einen Großalarm auslösen, und das nicht nur in Bahnhöfen und Flughäfen. Auf mögliche Zwischenfälle gilt es sich also bereits im Vorfeld mithilfe von professionellen Notfall- und Evakuierungskonzepten vorzubereiten, sodass man bei einer potenziell bedrohlichen Lage kompetent und effektiv handeln kann.

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Kurz:

In einer Zeit der erhöhten Terrorgefahr ist eine professionelle Vorbereitung seitens der Veranstalter wichtiger denn je. Gefährdungsanalysen und Sicherheitskonzepte sollten nicht bloß als Formalität betrachtet werden, sondern einen zentralen Platz in der Veranstaltungsplanung einnehmen. Nur so können Verunsicherungen bei sowohl Veranstaltern als auch Veranstaltungsbesuchern auf ein Minimum reduziert und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet werden.

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